Ausschreitung nach Hertha BSC Spiel – Hooligans stürmen das Spielfeld

Nach dem Bundesliga-Spiel Hertha BSC gegen 1.FC Nürnberg, stürmen Hooligans das Spielfeld. Zum ersten Mal schlägt der aufgestaute Abstiegsfrust der Herthaner in blanken Hass um!

Ausschreitung bei Hertha

Nach der 1:2-Niederlage gegen Nürnberg spielten sich im Olympiastadion Jagdszenen ab, wie es sie in der Bundesliga wohl noch nie gab. Rund 100 aufgebrachte Chaoten stürmten das Spielfeld. Die Spieler flüchteten vor den Chaoten panisch in den Spieler-Tunnel. Das Protokoll.

Zur Sicherheit kreisten noch zwei Polizei-Hubschrauber über dem S-Bahnhof Olympiastadion, Herthas Geschäftsstelle wird von fünf Mannschaftswagen bewacht.

Zum ersten Mal schlägt der aufgestaute Abstiegsfrust der Herthaner in blanken Hass um!

Nach der 1:2-Niederlage gegen Nürnberg spielten sich im Olympiastadion Jagdszenen ab, wie es sie in der Bundesliga wohl noch nie gab. Rund 100 aufgebrachte Chaoten stürmten das Spielfeld. Die Spieler flüchteten vor den Chaoten panisch in den Spieler-Tunnel. Das Protokoll.

17.21 Uhr: Schiedsrichter Knut Kircher pfeift das Spiel ab. Nürnberg-Keeper Schäfer dreht sich in Richtung Ostkurve. Sein Jubel provoziert die wütenden Hertha-Fans.

17.22 Uhr: Aus der Ostkurve fliegen Becher, Fahnen und Plakate auf die Laufbahn. Die Stimmung unter den Männern wird immer wütender, die ersten maskieren sich mit Schal und Kapuze.

17.24 Uhr: Rund 30 Ordner formieren sich. Jetzt fliegen auch Feuerzeuge.

Fan Ausschreitung

17.25 Uhr: Die ersten Chaoten springen über den rund 2 Meter breiten Graben, der die Ränge

vom Innenraum trennt.

17.26 Uhr: Immer mehr Männer springen in den Innenraum. Viele sind mit Eisenstangen bewaffnet, die möglicherweise vorher als Fahnenstange dienten.

17.27 Uhr: Jetzt ist der Mob rund 100 Mann stark und stürmt in Richtung Kabinengang. Die Ord ner gehen aus dem Weg. Sie handeln wie im Lehrbuch, wollen deeskalieren. Manager Michael Preetz (42): „Die Ordner haben absolut vorbildlich gehandelt.“



17.28 Uhr: Nürnbergs Spieler, die noch mit dem Fans im Gästeblock feierten, sehen den wütenden Mob und flüchten in den Kabinengang. Nürnberg-Coach Hecking schreit dort panisch: „Schließt die Türen!“ Drobny ist der einzige Spieler der noch im Tunnel ist, er gibt ein TV-Interview. Alle anderen Herthaner sind in der Kabine.

17.29 Uhr: Reporter  flüchten mit Nürnbergs Spielern auf die Treppe in Richtung Kabine. Ordn

er schließen die Türen zu den Katakomben, der Mob dreht ab.

17.31 Uhr: Gefrustet schlagen die Chaoten auf die Auswechselbank ein. Sie zerstören eine TV-Kamera (Schaden: rund 100.000 Euro) und Werbebanden.

17.32 Uhr: Aus dem Marathon-Tor rücken gepanzerte Polizisten an. Der Mob flüchtet wieder in die Ost-Kurve, singt „HaHoHe, Hertha BSC“.

17.36 Uhr: Die Situation ist unter Kontrolle.

18.12 Uhr: Hertha-Sprecher Gerd Graus verkündet auf der Pressekonferenz: „Es gab keine Personenschäden.“

18.42 Uhr: Zur Sicherheit kreisen noch zwei Polizei-Hubschrauber über dem S-Bahnhof Olympiastadion, Herthas Geschäftsstelle wird von fünf Mannschaftswagen bewacht.



Kommentare (1)

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  1. [...] schon wieder mit Wortfetzen wie „Ultras jagen Ordner über den Platz“ (Kicker) um sich. Hier gibt es einen chronologischen Ablauf der sogenannten [...]

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